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SmartRecycling Up - "KI und Robotik für eine nachhaltige Zukunft"
Allein im Landkreis Osterholz werden jährlich über 17.000 Tonnen Abfälle produziert. Deutschlandweit beläuft sich die Menge auf über 380 Millionen Tonnen. Ein Großteil davon: Sperrmüll und Bauschutt. Oft großteilige Abfälle, die sich meist nur technisch kompliziert und mit hohem manuellem Aufwand verbunden sortieren lassen.
An dieser Problematik setzt das Forschungsprojekt "SmartRecycling Up" an. Ziel der gemeinsamen Projektarbeit ist es, Lösungen zu finden, sperrige Abfälle zu sortieren, ohne sie vorher zu zerkleinern. So sollen Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall für das Recycling zurückgewonnen werden. Durch digitale Unterstützung werden Prozesse optimiert und die Recyclingquoten erhöht. Das Projekt wird geleitet vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Automatisierte Abfallsortierung mit SmartRecycling Up
Die Kombination aus Robotik, KI und intelligenter Sensorik ermöglicht eine autonome KI-basierte Steuerung. So wird einem Hydraulikkran im Versuchsumfeld ermöglicht, komplexe Aufgaben von der Sortierung der Abfälle und dem Befüllen des Schredders bis zur Erkennung von Störstoffen und dem Aussortieren von Wertstoffen autonom durchzuführen.
"Kern des Systems ist eine hochentwickelte Sensorplattform, bestehend aus multispektralen Kameras, Tiefensensoren, und KI-basierten Auswertungsverfahren, die eine präzise Materialklassifikation und -lokalisierung im dreidimensionalen Raum ermöglichen. Die erkannten Materialien werden in Echtzeit analysiert, und Entscheidungen über die Handhabung automatisch an die Steuerung des Krans übermittelt." (DFKI)
Im Vergangenen April durften wir für die beteiligten Partner Gastgeber sein: Unser Kran in der Annahmehalle für Rest- und Sperrabfälle diente als Versuchsobjekt unter Real-Bedingungen, nachdem zunächst die Technologien im Labor des DFKI erprobt und getestet wurden. "Die Tests zeigten, dass die Kombination aus KI, Sensorik und Robotik auch im Bereich der Abfallverwertung funktioniert". (DFKI)
Video: Projektvorstellung "SmartRecycling Up"
Das Projekt "SmartRecycling Up" wurde unter Leitung des DFKI gemeinsam mit dem Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH, dem Forschungs- und Transferzentrum Smart Systems an der HAW Hamburg, der Baljer & Zembrod GmbH & Co. KG, der EMiL Entsorgungswirtschaft Minden-Lübbecke AöR (ehemals KreisAbfallVerwertungGesellschaft mbH Minden-Lübbecke), der Karl Siedenburg GmbH & Co. KG und der ASO Abfall-Service Osterholz GmbH durchgeführt.
Das Projekt wurde vom BMUV unter dem Förderkennzeichen 67KI21013 im Förderprogramm "KI Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" gefördert und von der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut.